Planspieleinsatz in der Praxis:

TOPSIM – Going Global an der Hochschule Fresenius

Vor kurzem haben wir Ihnen das Planspiel TOPSIM – Going Global vorgestellt. In dem Beitrag haben wir erklärt, was die Management-Simulation in unseren Augen besonders macht. Aber was halten eigentlich unsere Anwender von dem Internationalisierungs-Planspiel?

Die Hochschule Fresenius setzt TOPSIM – Going Global an sechs Standorten regelmäßig ein. Als Initiatorin und Seminarleiterin kennt sich Martina Groß-Voigt bestens mit der Management-Simulation aus. Mit uns hat sie über ihr Einsatzkonzept für TOPSIM – Going Global und über die besonderen Herausforderungen des Planspiels gesprochen.

TOPSIM – Going Global als Abschlussmodul im Bachelorstudium

Die Hochschule Fresenius setzt TOPSIM – Going Global für die Studiengänge BWL und Sportmanagement im sechsten Bachelorsemester als Pflichtkurs ein. In ihrem letzten Studiensemester schlüpfen die Studierenden sieben Wochen lang je einen Tag pro Woche in die Rolle des Firmenvorstands ihres eigenen Unternehmens.

Jeder Standort der Hochschule Fresenius ist selbst für die Organisation der Planspielseminare zuständig. Die verantwortlichen Seminarleiter legen die Anzahl der Spielperioden fest und binden zum Einsatzkonzept passende Übungsaufgaben in ihre Lehrveranstaltungen ein. Mithilfe von Zusatzaufgaben wie zum Beispiel einer SWOT- oder PESTE-Analyse können die Planspielinhalte vertieft und besser verinnerlicht werden. Je nach Lernziel kann so der Schwerpunkt einer Lehrveranstaltung individuell angepasst werden.

„Hauptversammlung“ als Bewertungsgrundlage

Während an der Hochschule Fresenius im Planspiel der Aktienkurs als Gewinnkriterium dient, entscheiden über die Notengebung Hausarbeit und Abschlusspräsentation der Studierenden. Am letzten Veranstaltungstag findet in Martina Groß-Voigts Seminaren die sogenannte Hauptversammlung statt. Die Teilnehmergruppen präsentieren ihren „Aktionären“ Ziele, Strategien und Ergebnisse des eigenen Unternehmens. Während der Ergebnispräsentation und einer anschließenden Fragerunde können Sie als Seminarleiter feststellen, ob die Teilnehmer die Mechanismen und wirtschaftliche Prinzipien, welche hinter dem Planspiel stecken, hinreichend verstanden haben.

Was macht TOPSIM – Going Global aus?

TOPSIM – Going Global überzeugt Martina Groß-Voigt vor allem durch den abwechslungsreichen Spielverlauf, die Komplexität des Szenarios und die Aktualität der Thematik.

  1. Dynamischer Spielverlauf: Anders als in Planspielen üblich starten die Teilnehmer von unterschiedlichen Heimatmärkten in das Szenario. Die Studierenden werden nicht durch einen festgelegten Spielverlauf geführt, sondern erarbeiten ihre eigene Expansionsstrategie. Sie legen selbst fest, in welche Märkte ihr Unternehmen wann eintritt und müssen dementsprechend zu ihrer Strategie passende Periodenentscheidungen treffen.
  2. Komplexität: Im Spielverlauf des Internationalisierungs-Planspiels gilt es eine Vielzahl an strategischen Entscheidungen zu treffen. Die Studierenden müssen dabei viele Faktoren und Wechselwirkungen gleichzeitig beachten und aufeinander abstimmen. Deshalb eignet sich das Planspiel besonders für den Einsatz am Ende des Bachelorstudiums.
  3. Bezug zur Realität: Die Internationalisierung gehört zu den wichtigsten wirtschaftlichen Themen unserer Zeit. TOPSIM – Going Global gewährt den Studierenden Einblicke in internationale Wirtschaftsvorgänge und bereitet sie so auf unternehmerische Herausforderungen in der Realität vor.

Welche Herausforderungen müssen Seminarleiter bei TOPSIM – Going Global beachten?

Durch die Komplexität des Spiels ist es bei TOPSIM – Going Global besonders wichtig, dass der Seminarleiter den Studierenden unterstützend zur Seite steht. Oft verlieren die Teilnehmer in der Anfangsphase des Spiels den Überblick über die zu treffenden Entscheidungen. Häufig beschäftigen sich die Lernenden mit Detailfragen und vernachlässigen dadurch andere relevante Faktoren. Seminarleiter sollten die Gruppen genau beobachten und notfalls auf wichtige Themen wie zum Beispiel die Stückkostendegression hinweisen.

Welchen Tipp geben Sie anderen Seminarleitern für ein Seminar mit TOPSIM – Going Global?

  1. Testspiel: Um sich mit der Spieloberfläche vertraut zu machen, den Spielablauf kennenzulernen und besonders kritische Entscheidungen im Voraus zu identifizieren, ist es sinnvoll, vor Beginn des Planspiels eine Testrunde zu spielen.
  2. Expertengruppen: Damit die Studierenden gut vorbereitet in das Planspiel starten, können Sie vor Beginn der ersten Entscheidungsperiode die Übung „Expertengruppen“ durchführen. Dafür werden die Teammitglieder der Unternehmen unterschiedlichen Expertenteams zugewiesen, die sich dann in verschiedene Themenbereiche (z.B. Marketing, Produktion, Personal, Finanzen) einarbeiten. In einer kurzen Präsentation stellen sie im Plenum die wichtigsten Informationen und Kennzahlen ihres Bereichs vor. Mit der Übung können Sie wichtige Grundlagen der BWL wiederholen und Verständnisprobleme ausräumen. So erreichen Sie, dass die Teilnehmer alle relevanten Kennzahlen vor Augen haben und stellen sicher, dass jedes Unternehmens-Team einen Experten aus einem spezifischen Unternehmensbereich hat.

Wir bedanken uns herzlich bei Martina Groß-Voigt für das Teilen ihrer Erfahrungen und hoffen, dass auch andere TOPSIM – Anwender von ihren Tipps profitieren können.

Sie haben noch Fragen zu TOPSIM – Going Global oder möchten mehr Informationen zu unseren Planspielen? Schreiben Sie uns gerne per Mail an [email protected].

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